Zum Inhalt springen

Biogasanlage Pessin

Die Biogasanlage fotografiert aus der Luft. Neben der Biogasanlage, die in 3 rechteckigen Gebäuden sowie 4 runden Gebäuden untergebracht ist, sieht man die Asphaltarbeiten der Außenanlagen.
Daten und Fakten
Firma Oevermann Verkehrswegebau GmbH
Auftraggeber Schmack Biogas GmbH
Stadt/Land Pessin - Deutschland
Projektart Straßenbau
Bauzeit 07.2014 - 12.2015

Schutz des Grundwassers

Auf einem Areal von ca. 46.900 m2 wurden eine Biogasanlage zur CO-Vergärung von nachwachsenden Rohstoffen und Rindergülle sowie eine Biogasaufbereitungsanlage und ein Blockheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 400 kW errichtet. Oevermann erhielt den Auftrag über die Herstellung der Außenanlagen dieser Biogasanlage Pessin. 
 
Strenge Anforderungen

Da die Lagerung der Rohstoffe auf den dafür vorgesehenen Flächen zu einem sehr sauren Milieu (ph-Wert <3) führt, gelten für diese Bereiche strenge Anforderungen für den Aufbau und die Ausführung der Flächenbefestigung und der darunterliegenden Entwässerung. Der Fahrbahnaufbau der Fahrsilokammern erfolgte aufgrund der Anforderungen an die Dichtheit fugenlos mit säurebeständigem Mischgut. Sowohl die Asphalttragschicht als auch die Deckschicht waren säurebeständig, carbonatarm und somit ohne Zugabe von Recyclingmaterial ausgeschrieben.

Zusätzlich wurde ein Hohlraumgehalt von unter 4% der fertigen Asphalttragschicht und weniger als 3% der Asphaltdeckschicht gefordert. Unter der säurebeständig ungebundenen Tragschicht wurde die Lagerfläche mittels einer 1 mm starken PE-Folie aufgrund der Vorgaben der VAWS gegen den Untergrund abgedichtet, um das Einsickern der sauren Substratreste in den Boden zu vermeiden. Die flüssigen Rückstände des Substrats werden über fugenlos hergestellte Asphaltrinnen in die Einläufe der verschweißten PE-Wickelrohre DN 800 geleitet, aus denen das Substrat in den Verwertungskreislauf zurückgeführt wird. Das nicht verunreinigte Niederschlagswasser wird über ein gesondertes System in Versickerungsbecken geleitet.